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Geschäftsbericht 2016

Die Überführung einzelner Dienstleistungen in die Equilas AG zu Beginn des Jahres hat problemlos funktioniert. Ein Hauptfokus für Entris Banking war, wie für die meisten ihrer Kundenbanken auch, die Neuregelung der Informatik für die Zeit nach dem 1.1.2018. Dabei galt es insbesondere, die Öffnung der IT-Architektur zu planen, um den künftigen Anforderungen der Kundenbanken gerecht zu werden. In einem Marktumfeld, das von Negativzinsen und grossen Unsicherheiten geprägt war, hat Entris Banking mit einem Jahresgewinn von CHF 14.0 Mio. auch finanziell sehr gut abgeschlossen.

Per 1.1.2016 hat Entris Banking die Dienstleistungen Legal & Compliance, Finanz- und Rechnungswesen der Banken, Human Resources und Marketing/Kommunikation an die neugegründete Equilas abgegeben. Damit wurde die Strategie der Fokussierung auf das Kerngeschäft abgeschlossen. Der Wechsel konnte ohne Probleme vollzogen werden und Entris Banking bezieht einzelne Leistungen nun bei der Equilas.

Wie für alle RBA-Banken laufen auch die IT-Verträge der Entris Banking mit der Swisscom (Schweiz) AG per 31.12.2017 aus. Entris Banking hat sich entschieden, diese Leistungen auch weiterhin bei der Swisscom zu beziehen und hat entsprechende Verträge über 7 Jahre abgeschlossen. Gleichzeitig hat sich im 2016 herauskristallisiert, dass aufgrund der entsprechenden Provider- und Struktur-Entscheide der RBA-Banken eine neue offene Architektur für die von Entris Banking eingesetzten Applikationen nötig wird. Die entsprechenden Planungsarbeiten haben ergeben, dass der Bau eines Adapters dafür das geeignete Mittel ist. Die Realisierung dieser Arbeiten wird schwergewichtig im 2017 erfolgen. Mit diesen Massnahmen ist sichergestellt, dass Entris Banking mittel- bis langfristig seine Dienstleistungen einem breiten Spektrum von Banken anbieten kann.

Die Anpassungen an die neuen Regulatorien, insbesondere infolge von Basel III, beschäftigten auch Entris Banking intensiv. Das spezielle Konstrukt der Girozentrale ist dabei immer zu berücksichtigen. Der mit der FINMA konstruktiv geführte Dialog führt wie in der Vergangenheit zu tragfähigen Lösungen.

Das finanzielle Ergebnis 2016 ist angesichts des Marktumfeldes sehr gut ausgefallen. Der Jahresgewinn liegt mit CHF 14.0 Mio. um rund 16% tiefer als im Vorjahr. Der Rückgang ist vor allem auf tiefere Beteiligungserträge zurückzuführen, welche im Vorjahr aufgrund von Sonderfaktoren besonders hoch ausgefallen sind. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft beläuft sich auf CHF 9.7 Mio., was einer Zunahme von 28.8% entspricht. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft beträgt CHF 24.2 Mio. Er liegt unter dem Vorjahr, hauptsächlich begründet durch die Ausgliederung von Dienstleistungen in die Equilas.

Die Marktdaten für 2017 sind verhalten positiv, bergen aber viele Unsicherheiten, so dass insbesondere der Erfolg im Zinsengeschäft unter dem 2016 erzielten Resultat erwartet wird. Organisatorisch wird die Integration des Geschäfts der privaten Vorsorge der Primanet AG in Entris Banking vollzogen. Dank der Realisierung des Adapters im Laufe des Jahres 2017 werden die ersten Banken ab 1.1.2018 ihre Geschäfte mit Entris Banking darüber abwickeln können und weiterhin von den vorteilhaften Dienstleistungen profitieren. 

Geschäftsbericht 2016